Teil 2: Strategien für die Arbeitswelt 4.0

Der Blick auf die anstehenden Veränderungen muss auf Managementebene geschärft und klassische Konzepte müssen neu überdacht werden.

Digitalisierung und Vernetzung prägen immer mehr die Arbeitswelt. Unternehmen sollten dabei nicht nur das mögliche Einsparpotenzial vor Augen haben – etwa durch das Outsourcing der Personalabteilung und Shared-Service-Center (2.5) – sondern sich gezielt mit den Veränderungen der Arbeitswelt auseinandersetzen. Gerade die HR-Abteilung sollte Innovationen fördern, um auf Augenhöhe im Unternehmen wahrgenommen zu werden (2.6).

Managementkonzepte

Im Management gilt es, bestehende Konzepte zu überdenken, sich neue Tools anzueignen und ein Changemanagement zu etablieren, welches die digitale Transformation in die richtigen Bahnen lenkt. Eine Veränderung der Unternehmenskultur geht damit nicht selten einher (2.2, 2.3). Ad-hoc-Entscheidungen sollten dabei vermieden werden. Vielmehr gilt es, Belege dafür zu sammeln, dass eine Maßnahme zum gewünschten Erfolg führt, ehe sie durchgesetzt wird. Fehler, die auf einer falschen Überzeugung beruhen, können sonst verheerende Folgen für das gesamte Unternehmen haben (2.8).

Innovation ermöglichen

Gerade innovative Unternehmen zeichnen sich durch eine Feedbackkultur aus, die Misserfolge als essenziellen Bestandteil des Fortschritts betrachtet (2.7). Für Start-ups kann es dabei sinnvoll sein, die Feedbackkultur nicht auf das eigene Unternehmen zu beschränken. In Coworking-Places entsteht so durch den Austausch über Unternehmensgrenzen hinweg ein enormes Innovationspotenzial (2.13). Ferner gilt es, flache Hierarchien und neue Führungsstile zu etablieren, damit agile Projektteams effektiv eigene Entwicklungen vorantreiben können (2.9, 2.10) Gerade Projektbezogen, können Interimmanager dem ganzen Unterfangen einen zusätzlichen Boost geben. (2.4) Kleine Einheiten, mit Charakteren, die unterschiedliche Backgrounds, Skills und Erfahrungen in den Entwicklungsprozess mit einbringen, sind besonders erfolgsversprechend. Vorausgesetzt ist ein gekonntes Diversity-Management, welches Konfliktpotenzial in Kreativpotenziale transformiert (2.11).

Unverortete Arbeitswelten

Ein erfolgreiches Diversity-Management ist zudem ein entscheidender Faktor zur Bindung von Talenten an das Unternehmen. Idealerweise werden flexible Arbeitsformen ermöglicht, die nicht zuletzt durch die Entwicklungen im Bereich des Cloud-Computings immer populärer werden. Ortsungebundene Arbeit, deren Wert sich am Ergebnis und nicht an der verbrachten Zeit bemisst, steht auf dem Forderungskatalog der Generation-Y-Talente ganz oben. Hierzu müssen ganz neue Strukturen geschaffen werden und gerade kollaborative Arbeitsprozesse stehen in diesem Kontext vor neuen Problemen und bedürfen einer eigenen Strategie (2.14).

Unternehmen sollten bei der Digitalisierung der Arbeitswelt nicht nur das Einsparpotenzial vor Augen haben, sondern sich gezielt mit den Veränderungen auseinandersetzen.

Unverortet arbeiten dabei nicht nur Talente, sondern auch eine Schar von Crowdworkern. Diese übernehmen über das Internet verschiedenste projektbezogene Aufgaben: von der Erstellung einfacher Produkttexte für den Online-Shop über einfache Adressrecherchetätigkeiten bis hin zur Entwicklung kreativer Designs für verschiedenste Produkte. Da diese stets nur projektbezogen arbeiten und nicht fest an ein Unternehmen gebunden sind, steht die Gilde der Clickworker jedoch vor Problemen bezüglich der sozialen Absicherung (2.15).

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